Wie erklärt man Kindern Klassismus, Gerda Raidt?
Nicht alle Kinder starten mit den gleichen Chancen ins Leben. Zu begreifen, dass die eigene Herkunft die eigenen Chancen stark beeinflusst, ist für junge Menschen schwierig. Gerda Raidt macht genau das in ihrem "Klassenbuch". Dr. Stefan und Mr. Ralf fragen nach, wie es zum Projekt kam und wie Schulklassen bei Lesungen reagieren.
Das Buch nimmt sich eines Themas an, das in der Kinderliteratur bislang kaum eine Rolle gespielt hat: Klassismus – also die gesellschaftliche Ungleichheit aufgrund von Herkunft und sozialer Klasse. Gerda Raidt erklärt, wie sie durch ihre Lesungen an unterschiedlichsten Schulen auf die Idee kam, Kinder ab der dritten oder vierten Klasse für dieses Thema zu sensibilisieren.
Im Gespräch erzählt sie, wie sie sich von Büchern für Erwachsene inspirieren ließ, was ihre eigene Kindheit in Berlin mit dem Buch zu tun hat und wie sie gemeinsam mit der Initiative Arbeiterkind.de ihre Recherchen vertiefte. Außerdem sprechen die drei darüber, wie das Werk mit dem Soziologen Pierre Bourdieu und seinem Konzept der „feinen Unterschiede" zusammenhängt – kindgerecht und alltagsnah aufbereitet.
Ein besonderes Gespräch über ein mutiges Buch, das in keine Schwarz-Weiß-Denke verfällt, sondern Kinder einlädt, ihre Welt mit neuen Augen zu sehen.
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